Pawel Sperow: ein Jahr unter Sanktionen !

Am 9. November wird genau ein Jahr seit Verhängung der personenbezogenen Sanktionen gegen Abgeordneten der russischen Staatsduma, die von der Krim gewählt wurden. Gerade an diesem Tag ist das „Segen“ der westlichen Pseudodemokratie auf gesetzlich gewählten Vertreter der Interessen der Krimeinwohner im russischen Parlament herniedergestiegen. Als Begründung der Einschränkungsmaßnamen gegenüber des Abgeordneten von der Liberal-Demokratischen Partei Russlands (LDPR) Pawel Sperow wurde seine Teilnahme „an Ereignissen im Jahr 2014, die eine gesetzwidrige Annexion der Krim und Sewastopol, insbesondere die Organisation des Referendums zur gesetzwidrigen Annexion der Halbinsel zur Folge hatten“ erklärt.    

„Ich bin außergewöhnlich stolz auf meine Teilnahme an Ereignissen des Krimfrühlings. Das sind die hellsten Erinnerungsmomente, das wichtigste Lebensgeschehen. Jedoch alles, was für Rußland gut und gerecht ist, erregt Zorn bei westlichen Nachbarn – so ist eine traurige historische Gegebenheit, welche in den letzten Jahren wesentlich zugespitzt hat. Ich bin der Meinung, daß dies in der nächsten Zeit sich ändern wird. Heute halte ich den Einschluß meines Namens in die Embargolisten für einen ehrenvollen Beweis meiner Zugehörigkeit zu den großen historischen Ereignissen“, - so kommentierte diese Situation der Parlamentarier von der Krim vor einem Jahr.

Die Meinung des Politikers hat sich bis heute nicht geändert ! Als in die „Schwarzen Listen“ eingetragene Person arbeitet der  LDPR-Abgeordnete Pawel Sperow erfolgreich im Staatsduma-Ausschuss für GUS-Angelegenheiten, eurasischen Integration und Heimatgenossen, er war im vergangenen Jahr als Mitglied der parlamentarischen Delegationen in mehreren strategischen Partnerstaaten der Russischen Föderation zu Besuch. Die Arbeit auf der Krim geht auch weiter – jeden Monat führt der Parlamentarier die Bürgersprechstunden vor Ort in Städten und Rayons auf der Krim und in Sewastopol außerhalb seines Amtssitzes durch.

„Durch Eintragung der Krimabgeordneten in die Embargolisten haben die Staaten, die sich als Götzenbilder der zivilisierten Herangehensweise etablieren, alle Halbinseleinwohner außerstand gesetzt, durch ihre Vertreter in der Staatsduma an der internationalen Agenda teilzunehmen. So eine Wunder der Demokratie !“, - so Pawel Sperow.

Demgemäß haben die EU-Staaten und anschließend die USA als Hauptstrippenzieher ihre Empörung bezüglich der auf der Halbinsel erfolgten Wahlen überstürzt zum Ausdruck gebracht. Als Letzte ist Australien wie ein Känguruh zum abfahrenden Zug der internationalen Solidarität eingesprungen. Warum denn abfahrender Zug ! Ganz einfach: immer mehr steigende Anzahl der Politiker aus verschiedenen Staatsmachtinstitutionen hören auf, die unverkennbaren Realitäten zu verneinen, indem sie aus Weltforen die Volksabstimmung von der Krim erkennen. Wenn auch nur sechs Staaten den Status der Krim als ein untrennbarer Teil der Russischen Föderation offiziell anerkannt haben, selbst in Europa wird de-facto gesprochen, den Streit bezüglich der Krimdilemma beiseite zu schieben.

Sehr bemerkenswert wäre der Vorschlag des Bundesvorsitzenden der Freien Demokratischen Partei in Deutschland Christian Lindner, in der Angelegenheit der Krimstatusänderung die Augen zudrücken, den er im September ausgesprochen hat. Die Reaktion der politischen Führung Deutschlands ließ jedoch nicht lange warten – die deutsche Bundeskanzlerin hat Empörung und ärgerliche Stimmung geäußert, indem sie auf Fakten aus der Geschichte des eigenen Landes berufen hat. Das hätte ja alles ruhig hinnehmen können, aber die historische Retrospektive war nach der Meinung des Volksabgeordneten der Staatsduma von der Krim Pawel Sperow, unkorrekt gewählt und hat im Interesse der Krimeinwohner gespielt.

So hat die Bundeskanzlerin in einem Zeitungsinterview erklärt, die Wiedervereinigung der Krim und Rußland anzuerkennen dasselbe sei wie zur Zeiten der DDR die Existenz der zwei deutschen Staaten anstatt ihrer Vereinigung hinzunehmen. Aber gestatten Sie doch, Frau Kanzlerin, war nun nicht die damalige BRD ein Staat, der durch seine voluntaristische Entscheidung, die DDR gar ohne Referendum sich untertan gemacht hat ?! War es doch nicht Rußland, das im Jahr 1991 die Wiedervereinigung des geteilten deutschen Volkes unterstützt hat, da dies von einer historischen Objektivität erforderlich war ?! Warum denn heute heißt der Rückkehr der Krim ins russischen Staatsgebiet, die Wiedervereinigung des 60 Jahre lang geteilten russischen Volkes in Übereinstimmung mit dem Buchstaben des internationalen Rechts immer noch „Annexion“ ? Dabei wird die völlig rechtmäßige Wiedervereinigung von der Weltgemeinschaft hartnäckig nicht anerkannt.

„Tatsächlich, der Vergleich der Krim und des geteilten Deutschlands wäre gerecht, aber nur im Kontext ihrer Wiedervereinigung mit Rußland und nicht mit der Ukraine, welche die Krim 1954 entgegen den Wünschen und Erwartungen der hier wohnenden Menschen geschenkt bekommen hat“, - hat der Parlamentsmitglied Pawel Sperow erklärt.

Er hat auch die Anhänger der historischen Parallelen und doppelten Standards angemahnt, daß in den 50-er Jahren hätten die deutschen Grenzen sich auch ändern können – eine Verweigerung der Anerkennung des Volkswillens und Ergebnissen der Volksabstimmung im Jahr 1955 hätte das deutsche Staatsgebiet um 2,5 Tausend Quadratkilometer kleiner machen.

Die Änderung der politischen Weltkarte nach dem Zweiten Weltkrieg hätte gar nicht zugunsten Deutschlands sein können, wenn die Deutschen selbst ihren Willen nicht durchgesetzt hätten. Damals haben die USA und Großbritannien das Ziel, die deutschen Urgebiete von Saar neben dem Elsaß-Lothringen an Frankreich anzuschließen. Dabei beabsichtigte das Frankreich selbst, das Saargebiet in einen unabhängigen Grenzstaat, wie Luxemburg umgestalten zu lassen. Nur konsequentes Verhalten der Saargebietseinwohner in ihrem Bestreben nach Wiedervereinigung mit eigenem Volk hat es verhindert, diese Pläne durchzusetzen. Der zur Volksabstimmung gestellter Satz über Unabhängigkeit wurde mit 65% der Stimmen abgelehnt. Es entstand das Saarland als ein neues Bundesland innerhalb des gesamten deutschen Bundesgebiets. Den ähnlichen Willen zur Wiederkehr in historisches Heimatland haben die Krimeinwohner im Jahr 2014 klar und deutlich zum Ausdruck gebracht. Aber die heutzutage neumodische Politik der doppelten Standards läßt ein solches Ergebnis nicht zu, indem die Rückseite der Medaille der westlichen Demokratie gezeigt wird und die Krim und Rußland immer wieder durch neue Sanktionen belagert werden“, - hat der LDPR-Abgeordnete zusammengefasst.

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